Oh Winterwind
Wie Silberflötenklang
So hat dein Klagelied süß lockend mich erreicht
Oh Winterwind
Du singst es schon so lang
Wir tanzen wirbelnd durch das Nichts, Schneeflocken gleich
In diesem Taumel wollten wir uns näherkommen
Manchmal erhaschten wir sogar des andern Blick
Doch kaum hat uns der kalte Wind mit sich genommen
Verliern wir uns im Tanz und es gibt kein Zurück
Oh Frühlingswind
Du trägst der Blüten Duft
Und manch ein rat beflügelt Wesen reist auf dir
Oh Frühlingswind
Frohlocken in der Luft
Von Stimmen, die sich in dem großen Chor verliern
So manches Stoßgebet verweht und fortgetragen
Und manch ein Flüstern fand durch dich ein offnes Ohr
So manch ein Liebesschwur wollt nie die Reise wagen
Es gab so manchen Schrei, der sich im Sturm verlor
Auf deiner Haut als zarter Hauch
Als Sturm, der Plan um Plan wegfegt
Er treibt dich an, er bremst dich auch
Doch niemals bleibst du unbewegt
Oh Sommerwind
Du gern gesehner Gast
Du kräuselst manches stille Wasser, gleich wie tief
Oh Sommerwind
So leicht und ohne Rast
So viele brachen auf, wenn Fernweh mit dir rief
So manche reisen durch die Wüsten, über Meere
Und davon wiederrum fand mancher gar sein Ziel
So viele Wege führen immer nur ins Leere
Und manch ein Flug hört niemals auf im Winde-Spiel
Auf deiner Haut als zarter Hauch
Als Sturm, der Plan um Plan wegfegt
Er treibt dich an, er bremst dich auch
Doch niemals bleibst du unbewegt
Und auch im Herbst
Der viel zu schnell vergeht
Erzählt ein Hauch, wie schnell der kalte Winter naht
Sie, wie der Wind
Der unaufhörlich weht
Nicht nur den Morgen, sondern auch die Nacht bejaht
Auf deiner Haut als zarter Hauch
Als Sturm, der Plan um Plan wegefegt
Er treibt dich an, er bremst dich auch
Doch niemals bleibst du unbewegt
Oh Winterwind
Wie Silberflötenklang
So hat dein Klagelied süß lockend mich erreicht
Oh Winterwind
Du singst es schon so lang
Wir tanzen wirblend durch das Nicht, Schneeflocken gleich
Wie neugeborn geblieben, unberührt von Jahren
So weht für alle Zeiten übers Land der Wind
Er zeigt uns, wie verlorn, getrieben wir doch waren
Und doch zugleich wie frei und schwerelos wir sind
Comments (0)