Wart, ich möchte dir ein Kleid aus Küssen geben
Mit den Lippen um den Leib, so drahtig schmal
Feinste Maschen mit der Zunge um dich weben
Fleh sie an: "Seid Kettenhemd aus hartem Stahl!"

Und ich will dir einen Zaubermantel schenken
Mit den Händen um die weiße Haut gewirkt
Eine Tarnung, alle Blicke abzulenken
Eine, die vor jedem Feind dich gut verbirgt

Kuss um Kuss um Kuss als Stoßgebet
Das keiner außer dir und mir versteht
Wort um Wort wird so zum Kettenglied
Und der Gesang zum Bann- und Rüstungsschmied

Eine Rüstung will ich an dein Leib dir gießen
Und wir wollen Hammer und auch Amboss sein
In der Glut geschmolzen soll sie dich umfließen
Bald gehärtet soll sie dir den Mut verleihn

Will die Brust mit Eisenatem dir versiegeln
Silbern glänzend durch den abgekühlten Dampf
Soll die Sonne sich im Mondscheinpanzer spiegeln
Wenn es morgen wieder heißt: "Auf in den Kampf!"

Kuss um Kuss um Kuss als Stoßgebet
Das keiner außer dir und mir versteht
Wort um Wort wird so zum Kettenglied
Und der Gesang zum Bann- und Rüstungsschmied

Jede Pore will ich dir so feucht benetzen
Süßer als der allerfeinste Honigwein
Niemand soll die so lasierte Haut verletzen
Nicht die kleinste Stelle darf vergessen sein
Und wenn du ausziehst, um zu streiten
Gegen Schwert und Schild und Speer
Dann wird mein Rüstzeug dich begleiten
Ist ein Wispern um dich her
So wie von seidnem Flügelschlagen
Welches Hieb und Stich abwehrt
Bis dass du aufhörn darfst zu jagen
Und du zu mir heimkehrst, unversehrt

Kuss um Kuss um Kuss als Stoßgebet
Das keiner außer dir und mir versteht
Wort um Wort wird so zum Kettenglied
Und der Gesang zum Bann- und Rüstungsschmied

Kuss um Kuss um Kuss als Stoßgebet
Das keiner außer dir und mir versteht
Wort um Wort wird so zum Kettenglied
Und der Gesang zum Bann- und Rüstungsschmied

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