Stell da vor
Du stehst beim
Würschtlstand
Und du hast
Dei Würschtl
In da Hand
Aber wias'd
Genüsslich
Einebeisst
Kriagst an
Stessa dass di
Niederreisst
Neben dir
Steht plötzlich
Ein Prolet
Aus dem Mund
Dich schaler
Dunst anweht
Und er sagt
Entschuldigen
Herr Chef
Guat, dass ich
Sie da beim
Standl treff
Sie ham a Wuascht
I hab an Durscht
Gehen's zahln sie mir
A Dosen Bier
I bin a Akademiker
Mei Lage ist prekär
In diesen Tagen
Als Intellektueller
Hat man es schwer
Und muss sich
Ständig plagen
Mit all den
Existentiellen Fragen
Nau, is doch wahr
Guat, ma wüh
Ja schliesslich
Nicht so sein
Und ich lad
Eam auf a
Dosen ein
Und er schlürft
Sie hörbar
Mit Genuss
Und sagt dann
Zu allem
Überfluss
Ja, aber so
Is mit der
Philosophie
Man erstrebt sie
Doch man
Erreicht sie nie
Und so sehr
Der Mensch auch
Forscht und sucht
Er is ständig
Vor sich
Auf der Flucht
Sie ham die Wurscht
Ich hab den Durscht
Ein Theorem
Doch kein Problem
Die Transzendenz
Der Transparenz
A Dosen Bier
Im Jetzt und Hier
Ich war das
Dozentennass
Man nannte mich
Pythagoras
Den Trinker
An der
Universität
Sind heute
Alle blöd und
Miese Stinker
Und jeder
Bild't sich ein
Er ist ein Linker
I hab an Durscht
Es is ma Wurscht
Der ganze Schas
Pythagoras
Der blöde
Gschaftlhuaber
Und überhaupt
Haut's euch doch
Alle über die Häuser
Und jetzt wüll i no a Bier
Wer zahlt die nächste Runde
Ham se vielleicht a Zigaretten
Nau, es sad's schöne Sandler
Jaja, als Intellektueller
Hat man's heutzutage
Wirklich ned leicht
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